Krücke statt Brücke – Bürger werden mit Scheinlösungen abgespeist

Viele Worte, viele „vielleicht“ und „eventuell“ – aber am Ende keine echte Wahl.

Das Fazit aus dem Bauausschuss im Landratsamt ist ernüchternd:

Die Firma Setzpfandt stellte angeblich mehrere Varianten vor. Tatsächlich zur Entscheidung stand jedoch nur eine einzige Lösung – Variante 7. Alles andere? Faktisch vom Tisch.

Dabei zeigt der Variantenvergleich klar:

Frühere Planungen sahen vollwertige Straßenbrücken vor – mit entsprechender Tragfähigkeit und echter Verkehrsbedeutung. Heute dagegen wird nur noch eine Radwegbrücke mit eingeschränkter Sondernutzung verfolgt.  

Und genau das ist der entscheidende Punkt:

Das Anforderungsprofil wurde bewusst so verändert, dass am Ende nur noch eine abgespeckte Lösung übrig bleibt.

In der Beschlussvorlage wird offen eingeräumt:

  • Vorrang für den Radverkehr
  • Einschränkung des Autoverkehrs
  • Reduzierte Fahrbahnbreite
  • Begrenzte Fahrzeuggewichte

Mit anderen Worten:

Keine echte Brücke für die Region – sondern eine politische Wunschlösung.

Dass frühere Varianten als „nicht bauwürdig“ eingestuft wurden, lag vor allem an fehlender Finanzierung. Anstatt jedoch ernsthaft nach Lösungen für eine leistungsfähige Straßenverbindung zu suchen, wurde das Ziel einfach abgesenkt.

Das Ergebnis:

👉 Keine echte Alternative
👉 Keine offene Diskussion
👉 Keine Entscheidung zwischen gleichwertigen Varianten

Sondern:

Variante 7 oder gar nichts.

Hinzu kommt:

Die Ortsteilbürgermeister der Anliegerdörfer haben noch einmal deutlich gemacht, worauf es wirklich ankommt:

Eine Brücke muss ganzjährig – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag – für alle nutzbar sein. Nur so entsteht ein echter Mehrwert für die Region.

Genau das leistet die vorgelegte Variante aber nicht.

Im Gegenteil: Das zentrale Problem bleibt ungelöst. Sollte die Staumauer – etwa im Reparaturfall – gesperrt werden, gibt es weiterhin keine belastbare Ausweichverbindung.

Für die Bürger bedeutet das:

Weiterhin keine leistungsfähige Querung des Hohenwartestausees, keine echte Entlastung für den Verkehr und keine Perspektive für wirtschaftliche Entwicklung.

Fazit:

Hier wird keine Brücke gebaut – hier wird eine Krücke präsentiert.